Katzen und Hunde sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland. Bild: Adobe Stock

Studie: Haustierhalter*innen legen Wert auf umweltfreundliche, nachhaltige und regionale Produkte

Vom 3. bis 10. Mai 2022 haben wir im Rahmen einer Marktforschungsstudie, 999 in Deutschland lebende Bürger*innen zwischen 18 und 69 Jahren zur Haltung und Pflege von Haustieren befragt. Schwerpunkte der onlinebasierten Studie waren die Untersuchungen bezüglich Herkunft und Art der Fütterung des im Haushalt lebenden Tieres. Weiterhin das Kaufverhalten zu Produkten des täglichen Tierbedarfs in Bezug auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Bio-Standard. Sowie Fragen zur Verwendung von CBD-Produkten und das zum 1. Januar 2022 geänderte Tierschutzgesetz in Deutschland.

 

KATZEN UND HUNDE NACH WIE VOR DIE BELIEBTESTEN HAUSTIERE BEI TIERHALTER*INNEN

Der repräsentativen Haustier-Studie nach, lebt in jedem zweiten Haushalt in Deutschland ein oder mehrere Tiere. Wie die Studie belegt, sind Katzen mit 58 Prozent und Hunde mit 43 Prozent, nach wie vor die beliebtesten Haustiere. Gefolgt auf Platz drei die Nager mit 15 Prozent. Platz vier der beliebtesten Haustiere belegen Vögel und Aquarienfische mit jeweils 12 Prozent. Rund jeder sechste tierfreie Haushalt plant in den nächsten zwölf Monaten einen tierischen Mitbewohner einziehen zu lassen. Favorisiert werden dabei zukünftig tendenziell eher Hunde (9%) als Katzen (5%).

 

ALTERSSTRUKTUR DER HAUSTIERHALTER*INNEN IN DEUTSCHLAND

Etwas mehr als ein Viertel der Haustiere leben bei 50 – 59-Jährigen Halter*innen, gefolgt von den 30 – 39 und 60 – 69-Jährigen mit 16 Prozent beziehungsweise 17 Prozent. Menschen zwischen 18 – 29 und 40 – 49 Jahren liegen bei der Haustierhaltung bei 20 Prozent und 19 Prozent.

 

WOHER KOMMEN DIE TIERISCHEN HAUSGENOSSEN

Hundebesitzer*innen haben ihre Hunde vorwiegend beim Züchter (46%) gekauft, geben aber auch Fellnasen aus dem Tierheim (24%) oder von Tierschutzorganisationen (18%) eine zweite Chance. Katzen hingegen werden vorwiegend von Freunden und Bekannten (37%) bezogen. Etwas mehr als ein Viertel holt sich einen Schnurrer aus Tierheimen und 17 Prozent beziehen Katzen vom Züchter.

Halter*innen von Nagern bevorzugen den Zoofachhandel (44 %) gefolgt von Züchtern (25 %) aber nehmen auch gern von Freunden und Bekannten (25 %) die Tiere auf. Aus dem Tierheim werden 14 % Prozent der Nager geholt.

Beim Vogelkauf setzen die Liebhaber auf Züchter (40 %) und den Zoofachhandel (38 %). Aquarianer kaufen zu 81 Prozent ihre Fische im Zoofachhandel und 15 Prozent beziehen ihre Fische von Züchtern.

 

FUTTER-KAUFVERHALTEN FÜR KATZEN UND HUNDE IN DEN LETZTEN ZWÖLF MONATEN

Hunde und Katzen werden in erster Linie mit klassischem Trocken- (89%) und Nassfutter (81%) gefüttert. 10% BARFEN, wobei es sich hierbei vorwiegend um Hundehalter*innen handelt. Immerhin fast ein Viertel kauft auch Bio-Trockenfutter (23%)/Bio-Nassfutter (21%).

Separat betrachtet fällt auf, dass Hundebesitzer*innen vorwiegend Trockenfutter (77%) kaufen, gefolgt von Nassfutter (59%). Folglich gibt so manch ein Besitzer mal das eine mal das andere oder mischt Trocken- und Nassfutter, 12 Prozent mischen zudem Superfood in den Napf. 22 Prozent der Hundebesitzer*innen kaufen Biofutter.

Fast alle Katzenhalter*innen kaufen Trockenfutter (94%) und die überwiegende Mehrheit zudem Nassfutter (89%) Katzenmilch wird von rund einem Viertel der Katzenfreund*innen gekauft. 26 Prozent der Katzenbesitzer*innen kaufen Biofutter.

Umwelt – Nachhaltigkeit – Regionalität

Die Themen Regionalität, Nachhaltigkeit und Umwelt von Futter und Produkten des täglichen Tierbedarfs in Bezug auf das Kaufverhalten aller befragten Tierbesitzer*innen zeigte deutlich, dass auch diese Themen in Deutschland wichtig sind.

75 Prozent der befragten Tierbesitzer*innen gibt an, nach Möglichkeit Produkte mit viel Umverpackung zu vermeiden. Plastikfreie Tierbedarfsartikel bevorzugen 69 Prozent und auf die Herkunft des Produktes achten 64 Prozent. Dass die Hersteller von Futter und Produkten des täglichen Tierbedarfs die Regeln des Umweltschutzes beachten, ist 71 Prozent der Tierhalter*innen in Deutschland wichtig. Und 68 Prozent ist es ebenso wichtig, dass nach Möglichkeit nachwachsende und recycelte Verpackungsmaterialen eingesetzt werden. 61 Prozent der Befragten kaufen gern nachhaltige Produkte, doch 39 Prozent der Tierhalter*innen können es sich leider finanziell nicht leisten, nachhaltige und umweltfreundliche Produkte zu kaufen. Mehr als ein Drittel der Befragten Tierbesitzer*innen informiert sich über die umwelt- und ressourcenschonende Produktion des Herstellers und 45 Prozent kauft für sein Tier nach Möglichkeit regionale Produkte des täglichen Bedarfs.

 

Wo wird gekauft?

Fast die Hälfte der Tierhalter*innen kauft Tierbedarfsartikel immer (24%) beziehungsweise überwiegend (23%) im stationären Ladengeschäft. Etwas mehr als ein Drittel kauft sowohl stationär als auch online.

Tierfutter hingegen wird von rund einem Drittel immer im Laden gekauft, zu 22% überwiegend im Laden und etwas mehr als ein Viertel kauft sowohl stationär als auch online.

 

CBD bei Tieren ein Trend?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Cannabinoid, welches in der Cannabispflanze enthalten ist und aufgrund seiner Eigenschaften für medizinische Zwecke auch bei Tieren eingesetzt wird. So wird CBD unter anderem bei verschiedenen Krankheiten, zur Minderung von Angst, Stress oder chronischen Schmerzen verabreicht. Wir haben daher gefragt: Haben Sie ihrem Tier schonmal CBD gegeben? Die Antwort NEIN fiel mit 87 Prozent ziemlich deutlich aus.

 

Wo wird sich vor der Anschaffung über die artgerechte Haltung und die individuellen Bedürfnisse des Tieres informiert?

Erfreulicherweise haben sich immerhin 66 Prozent der Haustierbesitzer*innen überhaupt vor der Neuanschaffung des tierischen Mitbewohners über seine artgerechte Haltung und die individuellen Bedürfnisse informiert. 29 Prozent gaben an, dass sie bereits durch vorherige Tierhaltung ausreichen informiert sind und 5 Prozent der Befragten gab zu, dass sie sich zuvor nicht informiert haben.

Informationsquelle Nummer eins der 66 Prozent, die nach Antworten dazu suchten, ist das Internet (48 %), gefolgt von Erfahrungsberichten von Freunden und Bekannten (30 %). Das klassische Fachbuch liegt noch bei 29 Prozent. Zoofachhandlung und Fachzeitschriften liegen bei 17 beziehungsweise 16 Prozent als Informationsquelle. Tierschutzorganisationen dienen noch mit 12 Prozent als Ansprechpartner.

Zum Schluss der Befragung wurde diese ebenfalls sehr aktuelle Frage an alle Studienteilnehmer*innen gestellt: Zum 1. Januar 2022 haben sich die Regelungen für die Tierhaltung und -zucht sowie für den Tiertransport geändert. Haben Sie davon schon mal gehört?

79 Prozent der Befragten hat bisher nichts von den in der Fachbranche heiß diskutierten Änderungen gehört.

 

Über die Studie:

Befragungszeitraum: 3. bis 10. Mai 2022
Grundgesamtheit: Deutsche Wohnbevölkerung
Altersgruppe: 18-69 Jahre
Stichprobengröße: n = 999
Methode: Quotierte Online-Befragung im qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse hinsichtlich Alter, Geschlecht, Region

 

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Die autor:innen

Geschrieben von Simone Heitmann

Marketing & Communication bei EARSandEYES - Gleich nach meinem Studium der Kunstgeschichte und Museumskunde in Berlin zog es mich agentur- und unternehmensseitig in die Bereiche Marketing, Event und PR. Zehn Jahre davon habe ich in Graz/Österreich für einen Medienkonzern gearbeitet. In meiner Freizeit bin ich mit Herz und Seele Hundefrauchen. Ob Agility-Turniere, Schafe hüten oder Wandern, mein Australian Shepherd Blue Berry, Security Manager bei EARSandEYES, ist immer dabei.

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