Künstliche Intelligenz & digitale Assistenten

NEON (BVM), Januar 2017 – Digitale Assistenzen sollen Konsumenten das Leben erleichtern, indem sie Fragen beantworten und situativ passgenaue Informationen geben. Im Idealfall ahnen sie Bedürfnisse voraus und erfüllen jeden Wunsch, bevor man ihn überhaupt ausgesprochen hat. Soweit die strahlende Zukunft. Praktische Umsetzungen sind bisher eher Antwortmaschinen, wie Siri für Apple-User oder Cortana für Microsoft, aber auch aktive Informationslieferanten wie Google Now oder Haushaltsbegleiter wie Amazon Echo.

Produktlaunches und Marketingkommunikation sind das eine – Bekanntheit, Nutzungsbereitschaft und tatsächliche Nutzung im Alltag eine andere Geschichte. Diesem Thema widmet sich die NEON-Trendumfrage im Januar 2017. Sie wurde im EARSandEYES-Webshuttle erhoben [1.000 Befragte, internetrepräsentativ nach Alter und Geschlecht quotiert: geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES-Accesspool].

Dabei zeigt sich:

  • Siri liegt in der Bekanntheit vorne: nur 18% kennen Siri nicht, allerdings bezeichnen sich auch nur 6% als Intensivnutzer
  • Amazon Echo kennen dagegen 50% nicht. Ein gewisser Marketingerfolg ist jedoch erkennbar: 41% haben bereits davon gehört, 7% denken über eine Anschaffung nach (2% besitzen Echo bereits)
  • Microsofts Windows-Präsenz führt dagegen zu immerhin 21% Nutzern (jedoch nur 2% Intensivnutzer) und nur 3% Anschaffungsplanern – anscheinend ein „Mitnahmeeffekt“ mit dem Hauptprodukt
  • Von den übrigen abgefragten Assistenten erreicht nur S Voice mit 10% Wenignutzern nennenswerte Nutzungszahlen, ist aber auch zwei Dritteln der Befragten unbekannt

Die BVM-Fachgruppe NEON spürt in regelmäßigen Abständen aktuellen digitalen Trends nach. Dazu gehören seit Anfang 2017 auch regelmäßige Konsumentenbefragungen. Wie nehmen Konsumenten Themen war, die im Marketing bereits intensiv diskutiert werden oder gar als gesetzt gelten. Bleiben Sie am Ball – mit dem BVM.

Zum Artikel

26. Januar 2017|