Anonymität im Internet – ein Spannungsverhältnis zwischen entgegengebrachtem Vertrauen und realem Verhalten?

NEON (BVM), Februar 2017 – Trendfrage zu personenbezogenen Daten.

Dazu wurden zwei Fragen gestellt:

  • Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Nutzer Spuren, die Rückschlüsse auf Internetnutzung, das Verhalten und möglicherweise zur Person zulassen können. Inwiefern stimmen Sie folgenden Aussagen zum Umgang mit diesen Daten zu?
    • Mir ist meine Privatsphäre wichtig, ich möchte möglichst wenige Daten im
      Internet hinterlassen.
    • Solange sich über die Daten kein Bezug zu meiner Person herstellen lässt, habe ich keine Bedenken.
    • Auch wenn ich über die Daten identifizierbar bin, habe ich kein
      Problem damit, wenn diese Daten erfasst werden.
  • Die hinterlassenen Daten, während der Internetnutzung, können von unterschiedlichen Personen oder Institutionen verarbeitet werden. Bei welchen Personen oder Institutionen hätten Sie mehr oder weniger Bedenken, wenn Daten über Sie gesammelt werden? (mit Vorgabe von Items)

51% der Befragten würden gerne keine Spuren im Internet hinterlassen, selbst wenn sie dabei anonym bleiben. Relevant ist dabei auch, wer Daten sammelt: 61% haben bei Freunden und Verwandten keine Bedenken. Bei Unternehmen, bei denen man Kunde ist, haben nur noch 25% keine Bedenken, dies fällt bei Unternehmen, bei denen man nicht Kunde ist, auf 14%. Den niedrigsten Wert erreichen soziale Medien wie Facebook (8%) – die jedoch die allermeisten Daten sammeln dürften. Insoweit besteht eine Diskrepanz zwischen Vertrauen und tatsächlichem Verhalten. Diese Werte schwanken dabei nur wenig zwischen Alters- und anderen soziodemographischen Gruppen.

NEON-Trendfrage

Die BVM-Fachgruppe NEON spürt in regelmäßigen Abständen aktuellen digitalen Trends nach. Dazu gehören seit Anfang 2017 auch regelmäßige Konsumentenbefragungen. Wie nehmen Konsumenten Themen war, die im Marketing bereits intensiv diskutiert werden oder gar als gesetzt gelten. Bleiben Sie am Ball – mit dem BVM.

Die NEON-Trendfrage wurde im EARSandEYES-Webshuttle [1.000 Befragte, internetrepräsentativ nach Alter und Geschlecht quotiert: geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES-Accesspool] durchgeführt.

Zum Artikel

6. Februar 2017|