Rosa Schokolade vor dem Launch: Große Freude mit kleinem Vorbehalt

„KitKat Sublime Ruby“ sorgte bei seinem Asien-Launch im Januar für einen Ansturm auf den Einzelhandel.
Bild: Barry Callebaut AG

Hamburg, 18. April 2018 – Abwechslung im Süßwarenregal: Dem Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut ist es gelungen, nach den klassischen Varianten Zartbitter, Vollmilch und Weiß eine vierte „echte“ Schokoladensorte zu kreieren.

Rosa Schokolade als Weltneuheit

„Ruby“ wird aus der gleichnamigen Kakaobohne hergestellt und zeichnet sich durch eine rosa Farbe sowie einen fruchtigen Geschmack aus. Während die neue Sorte in Japan und Korea bereits für Begeisterungsstürme sorgte, muss Deutschland sich noch einige Wochen gedulden: Mit „KitKat Ruby“ launcht Nestlé Anfang Mai das erste Produkt unter Verwendung der süßen Innovation.

Darauf gewartet haben zwar die wenigsten Verbraucher, doch die Vorfreude auf die ausgefallene Süßware ist schon jetzt enorm. Das geht aus einer kvest Concept Studie des Marktforschungsinstituts EARSandEYES hervor, für die im April 200 Personen mit Hilfe des Pretesting-Tools kvest.com bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Hype um „Ruby“ – auch in Deutschland?

Ergebnis: Bei über 80 % der Befragten stößt die neue Sorte auf Interesse, jeder Zweite gibt an, den neuen „KitKat“-Riegel kaufen zu wollen. Ganze 76 % stimmten der Aussage zu, die rosa Schokolade sei „etwas Besonderes“. 61 % sehen die Schokolade als „hochwertig“, als „modern“ bezeichneten 72 % das Produkt. Am besten gefällt den Teilnehmern der Befragung dabei, dass „Ruby“ seine Farbe und den Geschmack ohne künstliche Zusätze erhält.

Heatmap "Likes"
Die Heatmap zeigt, dass die Naturbelassenheit der "Ruby"-Schokolade ein großes Plus darstellt.
Bild: EARSandEYES GmbH / kvest.com

Erwartungsgemäß kommt die rosa Schokolade bei den weiblichen Befragten deutlich besser an: 61 % der Frauen würden das Produkt zu einem angemessenen Preis kaufen, auch bei den Männern sind es immerhin noch 46 %.

Marke Nestlé bremst Begeisterung der Konsumenten

So gut das Produkt beim Konsumenten auch ankommt – Hersteller Nestlé leidet offenbar nach wie vor unter der schlechten Presse zu Beginn dieses Jahres.

So wurde mit kvest das Konzept einmal mit und einmal ohne explizite Nennung des Herstellers Nestlé getestet. Das überraschende Ergebnis: Unter der Flagge des Schweizer Süßwarenfabrikanten wurde die Schoko-Innovation von den Befragten durchweg kritischer beurteilt.

Besonders deutlich wird das bei der Kaufabsicht: Ohne Nennung von Nestlé würden knapp zwei Drittel der Befragten dem „KitKat“-Riegel im Laden eine Chance geben, bei expliziter Nennung des Herstellers sind es nurmehr 44 Prozent. Auch beim Gesamtgefallen rutscht die Nestlé-Monade von 68 auf 50 Prozent ab.

Der negative Imagetransfer zeigt sich besonders deutlich bei den Frauen: Schließen lediglich vier Prozent der weiblichen Befragten einen Kauf von „KitKat Ruby“ von vornherein aus, schnellt dieser Wert bei Namensnennung von Nestlé auf 26 Prozent hoch.

Strategische Kommunikation zur Maximierung des Markterfolgs

„Ob mit oder ohne Nennung der Marke, mit ‚KitKat Ruby‘ wird Nestlé offensichtlich auch in Deutschland der nächste Megaerfolg gelingen“, konstatiert Dr. Ella Jurowskaja, Verantwortliche für automatisierte Marktforschung bei EARSandEYES. „Aus dem Konzepttest gehen zudem wichtige Empfehlungen für die Vermarktung des neuen Riegels hervor. Durch eine Platzierung von KitKat statt Nestlé als Absender-Marke sowie der Betonung der natürlichen Zutaten kann der Markterfolg des neuen Produkts maximiert werden. Die Natürlichkeit der neuen Sorte sollte auch in der Kommunikation von Folgeprodukten aufgegriffen werden.“

Die kompletten Ergebnisse der Studie finden Sie, nach Monaden getrennt, unter diesem Link.

Das Unternehmen: Das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES wurde 1998 als Pionier der Onlineforschung gegründet und ist heute als Full-Service-Institut international für große Wirtschaftsunternehmen tätig. Im Rahmen der Marketingforschung bietet das Institut ein systematisches Innovationsmanagement an, das zukunftsorientierte Lösungen für Marken schafft. Zeitgemäße Befragungstechnologien, maßgeschneiderte Instrumente und hauseigene, gepflegte Access-Panels garantieren zuverlässige Datenqualität und zeitnahe, am Verbraucher ausgerichtete Ergebnisse.

18. April 2018|