Jeder Vierte klagt über Lebensmittelunverträglichkeit

Hamburg, Juni 2014 – Fast jeder vierte Deutsche klagt laut einer repräsentativen Umfrage über eine Unverträglichkeit für bestimmte Stoffe in Nahrungsmitteln. Nicht-Betroffene haben nur bedingt Verständnis für die laktose-, fruktose-, gluten- oder histaminfreie Ernährung.

23 Prozent der Befragten gaben in der Studie des Marktforschungsinstitut Ears and Eyes im Auftrag von „Spiegel Online“ an, dass sie einige Lebensmittel gar nicht oder nur selten verzehrten, weil sie diese nicht vertragen. So schränken 16 Prozent ihren Konsum von Milch und Milchprodukten ein, weil sie Probleme mit Laktose haben. Bei Lebensmitteln, die reich an Histamin sind – dazu zählen neben Rotwein und Käse auch viele Fisch- und Fleischprodukte – halten sich 11 Prozent zurück. 10 Prozent der Befragten vertragen keinen Fruchtzucker (Fruktose). Neun Prozent meiden zum Teil oder ganz das Klebereiweiß Gluten. 13 Prozent gaben an, andere Inhaltsstoffe oder Lebensmittel, wie beispielsweise Erdnüsse, nur eingeschränkt oder gar nicht zu konsumieren.

Nicht-Betroffene haben nur bedingt Verständnis. 43 Prozent halten das Gehabe darum für übertrieben, wie die Umfrage ergab. 55 Prozent gehen davon aus, dass viele Menschen auf Lebensmittel verzichten, obwohl sie das gesundheitlich gar nicht müssten. Nur 19 Prozent sehen das klar anders; die restlichen Befragten waren unentschlossen.

Befragungsdesign

  • Stichprobe: n = 2.450 Bundesbürger
  • Altersgruppe: 18-65 Jahre
  • Methode: Online-Befragung im qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool
  • Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse. Angleichung an die amtliche Statistik für Alter, Geschlecht mittels iterativer Gewichtung
16. Juni 2014|