Mehr als jeder Zweite nutzt digitale Kalender

Trotz Digitalisierung: Der klassische Taschenkalender steht bei vielen weiter hoch im Kurs. Bild: Pixabay / kaboompics

Hamburg, 1. Februar 2019 – Digitale Kalender, etwa auf Handy, Tablet oder PC, waren 2018 der am häufigsten genutzte Kalendertyp der Deutschen. In einer repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts EARSandEYES gaben knapp zwei Drittel der Männer und die Hälfte der weiblichen Befragten an, im vergangenen Jahr ihre privaten Termine auf elektronischem Wege festgehalten zu haben.

An zweiter Stelle liegt der Wandkalender, den mit 44 Prozent knapp jeder Zweite für seine Terminplanung verwendet hat. Auch der Taschenkalender findet weiterhin Verbreitung: 37 Prozent der Frauen und 19 Prozent der Männer geben an, 2018 einen solchen verwendet zu haben. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der Taschen- bzw. Buchkalender dabei in der Altersgruppe unter 30 Jahren: Mit 32 Prozent liegt der Anteil hier über dem bei älteren Befragten.

Vorteile des digitalen Kalenders sehen viele vor allem darin, dass er immer und überall verfügbar sei – etwa auf dem Handy, das man ohnehin mit sich trägt. Auch die Synchronisation über mehrere Endgeräte sowie die Erinnerungsfunktion werden als klarer Vorteil genannt.

Am Wandkalender schätzen viele die Übersicht. Vor allem, wenn Termine mehrerer Personen koordiniert werden müssen (beispielsweise in der Familie), biete dieser Kalendertyp viele Vorteile. Der Taschenkalender wiederum besticht neben praktischen Aspekten durch seine Haptik und Individualität. So wird er von manchen auch als eine Art Tagebuch gestaltet.

„Insbesondere Frauen ist, neben digitaler Effizienz, in diesem sehr persönlichen Lebensbereich das Individuelle und der kreative Umgang damit wichtig – gewissermaßen als verspielter Gegentrend zur allgemeinen Digitalisierung“, kommentiert EARSandEYES-Geschäftsführerin Susanne Maisch das Ergebnis.

Kaum Veränderungen zeigen sich übrigens bei der geplanten Kalendernutzung für das aktuelle Jahr: Mit 56 Prozent geht der Anteil von Nutzern digitaler Kalender minimal zurück, während weiterhin zwei von drei Befragten auch „klassische“ Kalendertypen einzusetzen gedenken (69 %).

Und was geschieht am Jahresende mit dem gebrauchten Kalender? 43 Prozent der privaten Nutzer geben an, den Kalender wegzuwerfen, beziehungsweise zu löschen. Beinahe ebenso viele (40 %) heben die Daten allerdings auf – und immerhin jeder Fünfte (22 %) benutzt den Kalender für eine persönliche Rückschau auf das vergangene Jahr.

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Weitere Informationen zur Studie

Stichprobe: n =1.000 in Deutschland lebende Personen, 18-69 Jahre
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse. Angleichung an die amtliche Statistik für Alter, Geschlecht mittels iterativer Gewichtung

Methode: Online-Befragung. Geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES Accesspool

Befragungszeitraum: 2. bis 25. Januar 2019

Die Ergebnisse sind nur unter Angabe der Quelle frei verwendbar. Fordern Sie gern unsere Datentabellen an!

1. Februar 2019|