Jede*r Zweite sicher: Fleischverzicht ist gut für die Umwelt

Umfrage zum Weltvegantag 2020

Gemüse statt Fleisch: Lösung vieler Umweltprobleme? Bild: RitaE/Pixabay

Hamburg, 29.10.2020 – Ein wachsender Anteil der Deutschen sieht im Verzicht auf Fleisch einen Beitrag zur Lösung von Umweltproblemen. Immer mehr Menschen gehen zudem von einem gesundheitlichen Nutzen fleischloser Ernährung aus.

Eine bevölkerungsrepräsentative Befragung des Hamburger Marktforschungsinstituts EARSandEYES anlässlich des Weltvegantags am 1. November zeigt: 51 Prozent der Deutschen sind aktuell der Meinung, dass eine fleischlose Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Lösung von Umweltproblemen wie Überdüngung, Grundwasserknappheit und Emission von Treibhausgasen leisten kann. Das sind sieben Prozent mehr als vor genau einem Jahr.

Besonders stark hat diese Sichtweise dabei unter Frauen gewonnen: Ihr Anteil nahm in den vergangenen 12 Monaten um zehn Prozentpunkte auf 56 Prozent zu. Auch in der Altersgruppe unter 30 Jahren stieg der Anteil der Zustimmenden um zehn Prozentpunkte auf 58 Prozent.

Abhängig von der vorwiegenden Ernährungsweise zeigen sich teils drastische Unterschiede. So gehen aktuell 42 Prozent der Allesesser von einem Umweltnutzen fleischloser Ernährung aus, während dieser These unter den Vegetariern und Veganern 79 Prozent zustimmen.

Noch höher fällt die Zustimmung lediglich bei den Flexitariern aus, also jenen, die sich nach eigener Aussage überwiegend von pflanzlichen Produkten und (hochwertigen) tierischen Produkten ernähren. Sie hat im vergangenen Jahr einen Sprung von zehn Prozentpunkten gemacht und liegt nun bei 83 Prozent.

Auch der Einfluss von Fleischverzicht auf die Gesundheit hat zugelegt: So sind mittlerweile gut die Hälfte aller Befragten unter 30 Jahren (52 %) der Meinung, eine fleischlose Ernährung helfe bei der Vorbeugung sogenannter Volkskrankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislaufproblemen – neun Prozent mehr als 2019.

29. Oktober 2020|