Erste Hilfe im Betrieb: Junge Arbeitnehmer unsicher

Hamburg, 11. September 2017 – Weniger als die Hälfte der Arbeitnehmer unter 30 Jahren (47 %) ist sicher, wo in ihrem Betrieb das Erste-Hilfe-Material zu finden ist. Lediglich 40 Prozent wissen genau, wie sie den gesetzlich vorgeschriebenen Ersthelfer erreichen. Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Studie des Hamburger Marktforschungsinstituts EARSandEYES. Damit liegen die jungen Arbeitnehmer in beiden Fällen 16 Prozent unter den Bevölkerungsschnitt.

Alarmierendes Ergebnis bei kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Angestellten: Beinahe jeder fünfte Befragte (19 %) gab an, in seinem Betrieb gebe es überhaupt keinen ausgebildeten Ersthelfer. Laut den Vorschriften zur Unfallverhütung der deutschen Berufsgenossenschaften ist ein Arbeitgeber verpflichtet, ab zwei unfallversicherten Beschäftigten vor Ort mindestens einen Ersthelfer bereitzustellen. Bei Verfehlung drohen ein Verwarnungsgeld oder eine Geldbuße.

In Sachen Unfallverhütung scheinen Großunternehmen ab 500 Mitarbeitern ihre Hausaufgaben am besten zu machen: 88 Prozent der hier Tätigen kennen den Standort von Verbandkasten und Co. genau oder zumindest ungefähr, 86 Prozent könnten im Notfall den betrieblichen Ersthelfer unverzüglich kontaktieren.

Für die Studie befragte EARSandEYES im August 2017 1.700 Erwerbstätige zwischen 18 und 69 Jahren.

Befragungsdesign

Stichprobe: n = 1.700 in Deutschland lebende Erwerbstätige im Alter von 18-69 Jahren
Methode: Online-Befragung im qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse. Angleichung an die amtliche Statistik für Erwerbstätige nach Alter, Geschlecht mittels iterativer Gewichtung

Fordern Sie gern unsere Datentabellen an. Die Studie liefert weitere Ergebnisse, detailliert nach demographischen Merkmalen (Alter, Geschlecht) aufgesplittet.

11. September 2017|