Ein Jahr DSGVO: Hälfte der Bevölkerung sieht keine Verbesserung

Die DSGVO ist seit einem Jahr verbindlich in Kraft. Bild: Mohamed Hassan / Pixabay

Hamburg, 16. Mai 2019 – Ende Mai 2018 trat die europäische Datenschutz­grund­verordnung (DSGVO) verbindlich in Kraft und regelt seitdem in allen EU-Mitgliedsstaaten den Umgang mit personenbezogenen Daten.

Wie sich die Wahrnehmung der Menschen in Bezug auf die Sicherheit ihrer persönlichen Daten seitdem entwickelt hat, untersuchte das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES aktuell in einer repräsentativen Studie.

Knapp die Hälfte der Befragten äußert darin den Eindruck, dass ihre persönlichen Daten nun besser geschützt seien als vor Inkrafttreten der Verordnung (46 %) – wenngleich die wenigsten in vollem Umfang zustimmen mögen. Auffällig deutlich tendieren Befragte der Generation Y (24-38 Jahre) in Richtung einer wahrgenommenen Verbesserung. Auch, wer sich mit den Inhalten der Verordnung beschäftigt hat, scheint im Allgemeinen deutlich mehr Vertrauen in ihre Wirksamkeit zu haben.

Praktisch genauso viele Befragte finden sich allerdings auf der Nein-Seite: Ebenfalls 46 % stellen keine nennenswerte Verbesserung ihrer gefühlten Sicherheit fest.

Klare Spaltung auch bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Verordnung: Während 49 % angeben, einige oder viele DSGVO-Inhalte zu kennen, bescheinigt sich ebenfalls knapp die Hälfte (48 %) lediglich geringe Kenntnisse.

Zur Studie

Methode: Online-Befragung im qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool. Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse.

Erhebungszeitraum: 29. April – 15. Mai 2019

Stichprobe: n = 1.100 in Deutschland lebende Bürger im Alter von 16-69 Jahren

16. Mai 2019|