DigitalBarometer Deutschland 2018: Regierung muss bei Digitalisierung liefern

Die Digitalisierung macht rasante Fortschritte – doch die Deutschen sehen Nachholbedarf. Bild: Unsplash / rawpixel

Hamburg, 11. Dezember 2018 – Digitalpakt, 5G-Netz und KI-Strategie: Bei Politik und Wirtschaft steht das Thema Digitalisierung derzeit ganz oben auf der Agenda. Sollte es auch: Lediglich 15 Prozent der Deutschen sehen das Land hier aktuell gut aufgestellt. Jeder Zweite attestiert hingegen deutlichen Nachholbedarf (52 %).

Das ist ein Ergebnis der bevölkerungsrepräsentativen Studie „DigitalBarometer Deutschland“, für die das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES gemeinsam mit der International School of Management (ISM) im März und Oktober 2018 jeweils 1.000 in Deutschland lebende Personen befragt hat.

Vertrauen in die Regierung ist auf einem Tiefpunkt

Auch den für die Digitalisierung verantwortlichen Politikern und Unternehmen bringen die Deutschen weiterhin wenig Vertrauen entgegen: Lediglich zehn bzw. 18 Prozent der Befragten äußern sich aktuell entsprechend. Der Glaube der Bevölkerung an die Bundesregierung ist im Vergleich zum Frühjahr sogar noch gesunken: Nurmehr 16 Prozent der Befragten glauben, dass sie die Herausforderungen der Digitalisierung meistern wird.

Die nächste Welle des DigitalBarometers im Frühjahr 2019 könnte bereits Anhaltspunkte liefern, ob die derzeitigen Anstrengungen der Regierung das Vertrauen der Bevölkerung zu steigern vermögen.

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DigitalBarometer Deutschland: Kompletter Report

Detaillierter Vergleich der 1. und 2. Befragungswelle – Ergebnisse geordnet nach Bereich: persönlicher Lebensbereich, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik – weitere Informationen zu Studienziel und -design:

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Erste Auswirkungen der DSGVO?

Weniger stark ausgeprägt im Vergleich zur ersten Befragungswelle im März 2018 scheint gegenwärtig übrigens der Wunsch nach einer deutlich strengeren Regulierung in Sachen Daten- und Verbraucherschutz: Hielten dies im Frühjahr noch drei von fünf Befragten für wichtig, ging der Anteil im Oktober auf 55 Prozent zurück. Ein Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung, die Ende Mai verbindlich in Kraft trat und deren Auswirkungen der Bevölkerung auch im Privatleben täglich begegnen, erscheint zumindest plausibel. Passend hierzu befürwortet jeder Zweite (49 %) die Regelung der Digitalisierung auf europäischer Ebene.

Im Rahmen der Studie „DigitalBarometer Deutschland“ befragen die ISM und EARSandEYES halbjährlich die deutsche Bevölkerung zum Thema Digitalisierung. Ziel ist es, Hoffnungen und Ängste in Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu erkennen und Trends zu identifizieren. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der ersten Befragungswelle finden Sie hier.

Infografiken zur Studie (mit Quellenangabe zur redaktionellen Verwendung freigegeben):

11. Dezember 2018|