Image der Digitalisierung wird besser – aber Frauen bleiben skeptisch

Neue Ergebnisse vom "DigitalBarometer Deutschland"

Die Digitalisierung prägt sämtliche Lebensbereiche. Bild: rawpixel/Pixabay

Hamburg, 7. November 2019 – Die Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Privatleben wird von der Bevölkerung zunehmend positiv wahrgenommen. Skepsis legen eher Frauen und ältere Menschen an den Tag.

Das zeigen aktuelle Ergebnisse der Langzeitstudie „DigitalBarometer Deutschland“ des Hamburger Marktforschungsinstituts EARSandEYES in Kooperation mit der International School of Management in Dortmund.

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden demnach im persönlichen Lebensbereich deutlich: Während sich nahezu jeder zweite männliche Befragte ausreichend auf den digitalen Wandel vorbereitet fühlt (47 %), bejaht dies lediglich ein Drittel der Frauen (33 %). Ähnlich drastisch das Ergebnis bei der Frage nach einer subjektiven Bewertung der Digitalisierung: „Ein positives Gefühl“ ruft das Thema bei 43 % der Männer hervor, aber lediglich bei 29 % der Frauen. Auch die Frage, ob die Digitalisierung Arbeitsplätze schaffe, beantworten signifikant mehr Männer mit Ja als Frauen (41 % zu 29 %).

Immerhin: Nahezu zwei Drittel aller Befragten (63 %) sind aktuell der Meinung, dass die Digitalisierung das Leben einfacher mache. Die Zustimmungsrate liegt damit fünf Prozentpunkte (signifikant) über dem Ergebnis der ersten DigitalBarometer-Befragung vom Frühjahr 2018. Besonders stark vertreten ist diese positive Auffassung unter jüngeren Menschen – fast drei von vier Befragten unter dreißig Jahren (73 %) beurteilen Aspekte der Digitalisierung als hilfreich im täglichen Leben. Zum Vergleich: 56 % der über 50-Jährigen teilen diese Ansicht. Auch im Hinblick auf wirtschaftliche Zusammenhänge gibt es Bewegung: Für 65 % aller Befragten ist ein Aufschwung ohne Digitalisierung aktuell undenkbar, das sind vier Prozentpunkte (signifikant) mehr als noch vor einem Jahr.

Über die Studie

Das DigitalBarometer Deutschland ist eine Kooperationsstudie des Marktforschungsinstituts EARSandEYES und der privaten Hochschule ISM in Dortmund. Seit Frühjahr 2018 untersucht die Studie im Halbjahresturnus ausgewählte Einstellungen der Bevölkerung zum Thema Digitalisierung.

Befragungszeitraum (4. Messung): 16.-22. Oktober 2019

Grundgesamtheit: Deutsche Wohnbevölkerung

Stichprobengröße: n = 1.000

Altersgruppe: 16-69 Jahre

Methode: Online-Omnibusbefragung im geschlossenen, qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool

Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse

7. November 2019|