Datensicherung: Jeder Dritte macht kein Backup

Am 31. März ist „World Backup Day“. Bild: Chris Yates / Unsplash

Hamburg, 27. März 2019 – Am 31. März ist „World Backup Day“. Anlässlich des Aktionstags, der auf die Wichtigkeit von Datensicherung hinweisen soll, hat das Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES 1.000 in Deutschland lebende Personen bevölkerungsrepräsentativ zu ihren Speichergewohnheiten befragt.

Dabei gibt etwa jeder dritte Smartphone-Nutzer (35 %) an, in den letzten zwölf Monaten keine privaten Daten von seinem Gerät gesichert zu haben. Auch von PC oder Notebook haben 26 % der Nutzer im letzten Jahr kein Backup vorgenommen. „Ich besitze keine wichtigen Daten“ lautet in beiden Fällen eine Begründung für den Verzicht auf Sicherung; entsprechend äußern sich 17 % der Smartphone- und 10 % der PC-/Notebook-Nutzer.

Am anderen Ende des Spektrums haben 12 % der Nutzer von PC oder Notebook und 10 % der Smartphone-User ihre Daten im Jahreszeitraum mehr als 20-mal gesichert.

Männer sichern Daten häufiger

Insgesamt scheinen Männer deutlich konsequenter an Datensicherung zu denken als Frauen: So geben 16 % von ihnen an, mehr als 20-mal ihre Daten vom Smartphone gesichert zu haben – im Gegensatz zu lediglich 5 % Frauenanteil in dieser Gruppe.

Aber wo werden die Daten gespeichert? Die deutliche Mehrheit der gesicherten Daten vom heimischen Rechner wandert der Befragung zufolge auf externe Festplatten (79 %), gut ein Viertel speichert seine wichtigen Dateien aber auch auf USB-Sticks (28 %) oder in der Cloud (24 %). Hier liegt der Anteil der 16-29-Jährigen mit 31 % übrigens deutlich über dem Schnitt in anderen Altersgruppen.

Smartphone-Daten gehen in die Cloud

Anders verhält es sich bei Daten vom Smartphone: Sie werden von knapp der Hälfte der Befragten (45 %) in einem Cloud-Speicher gelagert, wobei besonders Männer diese Methode zu präferieren scheinen. An zweiter Stelle der Nennungen liegt auch hier mit 38 % die externe Festplatte, 31 % sichern ihre Daten auf einem anderen Gerät wie beispielsweise dem stationären Rechner. Letztere Variante wird vor allem von jüngeren Nutzern zwischen 16 und 29 Jahren bevorzugt.

Recht eindeutig scheint der Zusammenhang zwischen Backup-Frequenz und Datenspeicherung in einer Online-Cloud zu sein. So geben 72 % der gewissenhaftesten Datensicherer (20-mal und mehr im letzten Jahr) an, ihre wichtigen Daten vom Smartphone regelmäßig auf iCloud, OneDrive, DropBox und Co. zu laden.

Backups häufig zu Hause gelagert

Klares Bild bei der Frage nach dem Aufbewahrungsort der Sicherungskopie: Wird ein physisches Medium zur Speicherung verwendet, lagern es neun von zehn Befragten (91 %) bei sich zu Hause – im Ernstfall unter Umständen nicht die beste Wahl. Immerhin 5 % tragen ihre gesicherten Daten stets bei sich.

Zur Selbsteinschätzung ihres Speicherverhaltens befragt, geben vor allem Männer und Befragte ab 50 Jahren an, wichtige Daten ausreichend häufig zu sichern. Doch wie oft ist das? Auch hierzu findet sich ein Hinweis in den Daten: Ab einer Backup-Häufigkeit von dreimal in den vergangenen zwölf Monaten beurteilen die Befragten ihre Speicherfrequenz mehrheitlich als ausreichend.

Weitere Informationen zur Studie

Stichprobe: n = 1.000 in Deutschland lebende Personen, 16-69 Jahre
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse

Methode: Online-Omnibusbefragung. Geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES Accesspool

Befragungszeitraum: 21. bis 26. März 2019

Die Ergebnisse sind nur unter Angabe der Quelle frei verwendbar. Fordern Sie gern unsere Datentabellen an!

27. März 2019|