CBD: Großes Potenzial für den OTC-Markt

Verbraucher zeigen sich aufgeschlossen gegenüber Cannabis-Produkt

Cannabidiol (CBD) gilt vielen als neues „Wundermittel“. Bild: Kimzy Nanney/Unsplash

Cannabidiol – kurz CBD – gilt als vielversprechender Wirkstoff gegen eine Reihe unterschiedlicher Beschwerden und steht als vermeintliches „Wundermittel“ zunehmend im Zentrum der Berichterstattung. Das resultiert auch in steigender Bekanntheit: Den Begriff „CBD“ kennt mittlerweile knapp jeder dritte Deutsche (30 %).

Das zeigt eine aktuelle Studie von EARSandEYES, für die das Hamburger Marktforschungsunternehmen im Juli 2019 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Verbraucher in Deutschland zu diesem Thema befragt hat.

CBD – ein Extrakt aus der Cannabispflanze – hat im Gegensatz zu THC keine berauschende Wirkung und wird oft in Form von Salben oder Ölen verwendet.

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Zwei Drittel würden CBD-Produkte nutzen

Die Mehrheit der Deutschen kann sich nach Beschreibung des Wirkstoffs vorstellen, dass CBD ein wirksames Gesundheitsmittel darstellt. Zwei Drittel (69 %) äußern zudem grundsätzlich Bereitschaft, CBD zur Behandlung ausgewählter gesundheitlicher Beschwerden anzuwenden – die Mehrheit allerdings nur, wenn dies von einem medizinischen Experten empfohlen wird (43 %). Immerhin ein Viertel der Deutschen (24 %) zeigt sich auch einer Selbstmedikation gegenüber aufgeschlossen. 3 % haben nach eigener Aussage bereits Produkte aus CBD für therapeutische Zwecke genutzt.

Eine medizinische Wirksamkeit wird demnach besonders bei Stress, Überbelastung und Nervosität, bei entzündlichen Erkrankungen sowie bei Schlaflosigkeit angenommen. Fettleibigkeit bzw. Übergewicht und Nikotinabhängigkeit gehören hingegen zu den Indikationen, die sich nach Meinung der Befragten am wenigsten effektiv mit CBD behandeln lassen.

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Wenige lehnen CBD pauschal ab

Auf ein großes Marktpotenzial von Gesundheitsmitteln auf CBD-Basis weist auch der geringe Anteil von Ablehnern hin: Lediglich 6 % der Studienteilnehmer schließen eine Nutzung von CBD-Produkten aus. Die meisten dieser Ablehner (70 %) geben dabei an, prinzipiell keine Produkte aus Cannabis konsumieren zu wollen; 40 % befürchten eine Abhängigkeit.

Über diese Studie

Stichprobe: n = 1.000 in Deutschland lebende Personen, 16-69 Jahre
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse

Methode: Online-Befragung. Geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES Accesspool

Befragungszeitraum: 17. bis 23. Juli 2019

Die Ergebnisse sind nur unter Angabe der Quelle frei verwendbar. Fordern Sie gern unsere Datentabellen an!

25. Juli 2019|