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Sommergetränke 2019: Deutschland erfrischt sich klassisch!

Der Favorit ist klar, kalt und... konventionell

Trendgetränke hin oder her: In Deutschland erfrischte man sich 2019 klassisch. Bild: Vlad Tchompalov/Unsplash

Die Sonne scheint, es ist heiß, die Stimmung ausgelassen und fröhlich: Das war unser Sommer 2019. Wer sehnt sich da nicht nach einem erfrischenden Getränk? An Auswahl mangelt es nicht: Spritzige Highballs, urbane Mocktails oder der angesagte Cold Brew Coffee sind nur drei von vielen aktuellen Trendgetränken – und auch vor Sprüchen wie „Korn ist der neue Gin“ ist man nirgendwo sicher. Da überrascht es doch, wie klassisch wir Deutschen in Bezug auf unser Sommergetränk 2019 sind.

Das Sommergetränk 2019 kommt aus der Leitung (oder Mineralquelle)

Top of Mind Sommer-Lieblingsgetränk 2019. Bild: EARSandEYES GmbH

EARSandEYES hat im Rahmen einer Eigenstudie im September und Oktober 2019 1.183 Personen in Deutschland gefragt: Was ist Ihr Sommer-Lieblingsgetränk 2019?

Machen wir es kurz: Ob als Erfrischung auf dem Balkon oder im Freien, die passende Begleitung beim Grillen oder als Ausgeh-Getränk für abends mit Freunden – ungestützt nennt etwa jeder Achte (12 %) Wasser als sein Sommergetränk des Jahres. Auf einem knappen zweiten Platz landet Bier (alles außer Weizen) mit elf Prozent der offenen Nennungen, dicht gefolgt von Radler bzw. Alsterwasser mit 10 %. Auch bei den Cocktails und Soft-Drinks belegen keine hippen Neu-Kreationen, sondern die guten alten Klassiker Aperol Spritz resp. Cola mit je 5 % der offenen Nennungen einen Spitzenplatz.

Erfrischend und nicht zu süß

„Erfrischend“ und „lecker“ soll es sein. Da sind sich die Deutschen mit 39 % beziehungsweise 29 % einig. Dabei soll es noch den Durst löschen, frisch und nicht zu süß sein. Alles Attribute, die auf Wasser zutreffen und ihm vor allem bei den Frauen mit 16 % der offenen Nennungen den absoluten Spitzenplatz bescheren. Fruchtiger Kontrapunkt: Der klassische Sommer-Aperitif Aperol Spritz belegt mit 8 % Rang 3.

Die Männer hingegen sind tendenziell Fans von Bier: Ganze 17 % der männlichen Befragten heben den Gerstensaft auf Platz 1 der Sommer-Lieblingsgetränke (bei den Frauen sind es nur 5 %). Auch zur kalten Cola greifen die Herren der Schöpfung (7 %) deutlich eher als die Damen (3 %). Worin sich beide Parteien aber einig sind: Alster bzw. Radler schmeckt!

Welche sommerliche Erfrischung ist auch eine Frage des Alters

Weitere Unterschiede sind in den Altersgruppen zu finden: Während die Befragten bis 29 Jahre als einzige Bevölkerungsgruppe der guten alten Cola einen Platz auf dem Treppchen einräumen (mit 9 % auf Platz 3), rangiert diese bei den Teilnehmern ab 55 Jahren mit lediglich drei Prozent im unteren Mittelfeld aller Nennungen. Mega-Ausreißer ist hier wiederum das Wasser – für mehr als jeden Fünften in der Altersgruppe 55+ ist es das Sommergetränk 2019 schlechthin; deutlich vor allen anderen Altersklassen.

Top of Mind Sommer-Lieblingsgetränk 2019. Bild: EARSandEYES GmbH

Präferenzen im Jahresverlauf: Kein Schnaps zum Sonnenbaden

Und wie sieht der Getränkekonsum im Vergleich zum Rest des Jahres aus? Wenig überraschend wird Wasser vor allen anderen Getränke-Kategorien auch deutlich öfter an den heißen Tagen getrunken als im Rest des Jahres.

Während Bier, Wein, Cocktails, Soft-Getränke, Limonaden und Eistees tendenziell gleich häufig über das Jahr hinweg konsumiert werden, sind es die Spirituosen, Schnäpse und Liköre, die im Sommer spürbar seltener die Kehle hinuntergleiten. Das ist nachvollziehbar – wer mag schon einen cremigen Sahnelikör oder einen Kräuterschnaps, wenn die Sonne brennt? Und auch die deftigen Mahlzeiten, zu denen traditionell ein Kurzer als Digestif gereicht wird, häufen sich hierzulande eher in der kühleren Jahreszeit.

Wie zu vermuten war, geben Männer dann auch deutlich eher als Frauen an, im Sommer häufiger Bier zu trinken als sonst im Jahr (16 % zu 9 %) – ein Trend, der sich übrigens ebenso beim alkoholfreien Gerstensaft ausmachen lässt (21 % zu 16 %).

Spannend ist auch, dass Befragte unter 30 Jahren tendenziell häufiger als andere Altersgruppen angeben, im Sommer öfter Gin, Longdrinks, Cocktails, aber auch Soft-Getränke, Limonaden/ Eistees sowie Fruchtsäfte zu trinken als im Rest des Jahres.

Konsumhäufigkeit ausgewählter Kategorien. Bild: EARSandEYES GmbH

Image: Gin besonders „hip“ unter 30 – aber teuer

Zum Schluss wurden die Befragten aufgefordert, einen Katalog von 22 in Deutschland häufig konsumierten Getränken entsprechend ihrer eigenen Wahrnehmung im Image-Spektrum zwischen „Klassiker, der immer geht“ und „Hipster – jung, modern, angesagt“ einzuordnen. Ergebnis: Mineralwasser, Bier und Wein, Cognac/Weinbrand/Brandy und Schnaps werden noch vor allen anderen Getränke-Kategorien als Klassiker angesehen. Am anderen Ende des Spektrums liegen die Energy Drinks, die von einer Mehrzahl der Befragten eher in Richtung „Hipster“ verortet werden, während Mineralwasser mit Geschmack und alkoholfreies Bier sich eher neutral verhalten.

Gleichzeitig sollten die Befragten auch ihre Einschätzung zum Preis des jeweils beurteilten Getränks liefern. Hier liegt erwartungsgemäß der Champagner klar an erster Stelle, gefolgt von Whisky, Cocktails und Longdrinks. Am günstigsten wird von den meisten Befragten das Mineralwasser eingeschätzt.

Interessante Unterschiede finden sich auch hier zwischen den Geschlechtern: Frauen zählen Wein, Champagner und Cocktails deutlich stärker zu den Klassikern als Bier; bei Männern ist das umgekehrt. Auch alkoholfreies Bier wird von Männern deutlich eher dem Klassiker-Spektrum zugeordnet als von Frauen.

Erwähnenswert ist zudem das Stimmungsbild der Befragten unter 30. Hier gilt: Gin wird deutlich „hipper“, zugleich teurer wahrgenommen als andere Spirituosen. Frauen empfinden Cognac/Weinbrand/Brandy als absoluten Klassiker, noch vor Mineralwasser und dann Champagner und Whisky. Bei den Männern ist Wasser hingegen der Klassiker, es folgen Bier und Champagner gleichauf, dann Schnaps – von Weinbrand keine Spur. Frauen dieser Altersgruppe nehmen Wein zudem als deutlich teurer wahr und ordnen ihn weiter in Richtung der Klassiker-Kategorie ein.

Imagewahrnehmung ausgewählter Kategorien. Bild: EARSandEYES GmbH

Fazit: Deutschland erfrischte sich 2019 klassisch

Zusammenfassend kann man sagen: Des Deutschen liebstes Sommergetränk kommt aus der Mineralquelle – oder gleich aus der Leitung. Auch trotz der großen Mühen der Getränkehersteller, ihre (Neu-)Produkte an den Mann und die Frau zu bringen, bleiben die Deutschen bei dem, was ihnen wohl bekannt, lieb und günstig ist: das gute alte Wasser und erfrischende Bier.

Da wir gerade von den Herstellern sprechen: Wo sich Marken in dieser Landschaft wiederfinden, war ebenfalls Teil unserer Befragung. Insights dazu gibt es exklusiv bei uns. Sprechen Sie uns einfach an – unsere Researcher sind gerne für Sie da.

9. Dezember 2019|Studie|

Über den Autor:

Sandra Bache
Sandra Bache ist als Research Consultant bei EARSandEYES. Sie ist unter anderem verantwortlich für die Konzeption und das Management von Innovations- und Markenstudien aus dem FMCG-Bereich und hilft Kunden dabei, ihre Produkte erfolgreich durch hiesige wie internationale Innovationsparcours zu lotsen.
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