Snack als kleine Auszeit: Macht jede*r gern, besonders aber Menschen unter 30. Bild: Mika Baumeister / Unsplash

Nachdem wir uns im letzten Beitrag den Grundzügen der Snacklandschaft in Deutschland gewidmet haben, nehmen wir nun die Gründe, aus denen Menschen zur schnellen Zwischenmahlzeit greifen, ein wenig genauer unter die Lupe.

Zunächst fällt auf: Riesige Ausreißer bei den Snack-Motivationen gibt es nicht. Ob als Belohnung, bei Stress oder schlicht zum Überbrücken zwischen den größeren Mahlzeiten – im Schnitt finden sich immer zwischen 25 und 35 Prozent der repräsentativen Stichprobe in diesen Snack-Situationen wieder.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von datawrapper.dwcdn.net zu laden.

Inhalt laden

Eingebetteter Inhalt (zum Anzeigen klicken): Diagramm „Snack-Motivationen“

„Stress-Snack“ eher bei Frauen verbreitet

Auch zwischen den Geschlechtern finden sich diesbezüglich überraschend wenig Unterschiede – lediglich beim Thema Stress zeigt sich eine eindeutige Differenz: Demnach snacken Frauen signifikant häufiger als Männer, wenn es mal hektisch wird (31 zu 24 %).

Deutliche Kontraste hingegen in den Altersgruppen: So geben Teilnehmer*innen unter 30 Jahren im Vergleich zu älteren Befragten deutlich häufiger an, aus Langeweile zu snacken – jede*r Dritte nennt diese Motivation. Ganze 39 % der Befragten dieser Altersgruppe greifen oft oder sogar immer zwecks Entspannung zur Zwischenmahlzeit – und damit mindestens zehn Prozent mehr als in jeder anderen Altersgruppe. Auch nutzen Befragte unter 30 ihre Zwischenmahlzeit besonders häufig als kleine Auszeit.

Snack-Vorlieben weisen auf Anlässe hin

Die Betrachtung der bevorzugten Snack-Charakteristika zeigt, dass Menschen, die laut eigener Aussage eher zum nährstoffarmen Imbiss tendieren, sich besonders häufig bei Langeweile, Stress sowie zum Nachtisch daran bedienen. Befürworter der eher nährstoffreichen Snacking-Variante nutzen sie dagegen vergleichsweise oft als Energie-Snack zwischendurch.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Thema verarbeitete bzw. naturbelassene Snacks: Befragte, die eher verarbeitete Snacks bevorzugen, snacken häufiger als Belohnung oder Auszeit, aus Langeweile oder Stress, zur Entspannung oder zum Nachtisch. Befragte, die zum naturbelassenen Imbiss tendieren, snacken hingegen im Vergleich dazu öfter als Energie-Snack zwischendurch.

Zur Belohnung, als Auszeit und zum Nachtisch sind zudem eher süße als salzige Snacks gefragt.

Über die Studie

Befragungszeitraum: 1. März bis 5. April 2021
Grundgesamtheit: Deutsche Wohnbevölkerung
Stichprobengröße: n = 1.100
Altersgruppe: 18-69 Jahre
Methode: Online-Befragung im geschlossenen, qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool. Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse.