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Blick für das Positive: Schönes in Zeiten von Corona

Trotz Krise: Es ist nicht alles schlecht!

Die Natur lässt sich von der Situation nicht beirren. Bild: Jessica Fadel/Unsplash

Wirtschaftliche Einbußen, Doppelbelastung von Homeoffice und Kinderbetreuung, dazu die permanente Sorge vor einer Ansteckung und die damit verbundene Isolation – die Corona-Krise verlangt uns allen in diesen Tagen einiges ab. Doch es ist nicht alles schlecht: Wir haben unser Panel gebeten, uns von den erfreulichen Erlebnissen der letzten Wochen zu berichten. Was macht Deutschland trotz Krise glücklich?

Nicht für alle Menschen in Deutschland hat sich das Leben seit Beginn der Corona-Krise stark verändert, doch die Mehrheit hat aktuell zweifelsohne mit unterschiedlichsten Herausforderungen zu kämpfen. Angesichts gefühlt täglich neuer Hiobsbotschaften fällt es manchmal schwer, den Blick für das Positive zu bewahren.

Dieser Überlegung entsprang die Idee, die Teilnehmer*innen unseres EARSandEYES-Panels einmal zu fragen, was ihnen seit Ausbruch der Pandemie Gutes widerfahren ist. Die Resonanz war beeindruckend. Hier präsentieren wir Ihnen ein kleines Stimmungsbild auf Basis hunderter Geschichten von Menschen in ganz Deutschland.

Mehr Zeit für Familie und Freunde

Ein Motiv, das in den Geschichten unserer Panel-Teilnehmer*innen immer wieder vorkommt, ist Zeit. Zeit für die Familie, für Freunde oder Nachbarn: Die Pandemie zwingt uns alle zur Entschleunigung. Und so finden sich viele unterschiedliche Blickwinkel auf die guten Seiten von Kontaktbeschränkung und Co.: Viele Menschen berichten, dass sie aufgrund von Homeoffice und Schulschließung deutlich mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, andere nutzen das Ausbleiben von privaten Terminen, um mit ihren Lieben auf anderem Weg „Quality Time“ zu verbringen – etwa am Telefon oder über den Videochat.

Auch das Thema Hobbys kommt immer wieder zur Sprache: Ob Kochen, Gärtnern oder Lesen – viele Menschen in Deutschland finden auf einmal Raum für die Lieblingsbeschäftigungen, die im Alltag häufig zu kurz kommen.

Für viele der Befragten ist es eine Phase der Beruhigung – der Begriff „Entschleunigung“ fällt etliche Male. Da bleibt auch endlich einmal Raum für die Bewegung an der frischen Luft, die Wahrnehmung für die Umgebung verändert sich und es fallen Dinge auf, die zuvor oft verborgen blieben.

Dazu gehört auch. dass viele ihre Tage zu Hause als intensiver beschreiben: Der gemeinsame Tagesablauf mit der ganzen Familie, liebgewonnene Rituale und ganz neue Blickwinkel – die Besinnung auf die kleinste Einheit der Gesellschaft steht für einen großen Teil der Befragten jetzt im Vordergrund.

Bei einigen ergibt sich auch die Chance, eingeschlafene oder bereits verloren geglaubte Kontakte zu reaktivieren. Am deutlichsten wird dies bei vielen älteren Teilnehmer*innen, die sich über den erstarkten Kontakt mit ihren Kindern freuen.

„Meine Kinder haben sich nach Monaten der Funkstille wieder gemeldet und gefragt, ob sie für mich Erledigungen außer Haus machen sollen, da ich zur Hochrisikogruppe gehöre.“

(weiblich, 60)

„Ich habe mich letzte Woche mit meiner Schwester versöhnt, nach drei Jahren. Sie fragte so oft nach mir – wusste gar nicht, dass ich so wichtig bin für sie!“

(männlich, 61)

Solidarität im Alltag

In der Not rücken die Menschen zusammen“ – diese Binsenweisheit bewahrheitet sich dieser Tage nicht immer, doch viele der Studienteilnehmer*innen berichten von Bekundungen der Wertschätzung im Job oder im Privatleben, spontaner Hilfsbereitschaft und Anteilnahme.

In diesen Wochen stehen besonders die Menschen in medizinischen und pflegerischen Berufen sowie im Einzelhandel unter großem Druck. Von kollektiven Solidaritätsbekundungen wie beispielsweise dem allabendlichen Applaus am Fenster mag man halten, was man möchte – aber die Message scheint durchaus anzukommen.

„Ich bin überwiegend in der Nachtschicht im Security-Bereich der Nürnberger Kliniken eingesetzt. Ich erfahre eine regelmäßige Anteilnahme und Anerkennung meiner Dienstleistung durch Pflegepersonal und Krankenwagen-Fahrer in Form von mündlichem Lob, heißem Kaffee in Thermoskannen, Pralinen und Schokolade…“

(männlich, 69)

Doch auch die Solidarität der Menschen untereinander wird häufig angemerkt. Ein freundliches Lächeln auf der Straße, Angebote von Unterstützung im Alltag – gerade Angehörige der Risikogruppen wissen das zu schätzen.

„Es ist sehr erfreulich, dass die Hausgemeinschaft in diesen Zeiten zusammenwächst. Die Hilfsangebote für besonders gefährdete Nachbarn sind überwältigend.“

(weiblich, 52)

Manchmal sind es auch nur kleine Gesten, die den Zusammenhalt fördern, auch wenn physischer Kontakt überwiegend ausbleiben muss:

„Eine Nachbarin aus unserem Haus hat jedem ein Kuvert mit Rätselaufgaben in den Briefkasten gesteckt. Das Ausfüllen machte viel Spaß und ich will ihr helfen, jede Woche neue Aufgaben zusammenzustellen.“

(weiblich, 67)

Außergewöhnliche Umstände

Auch das etwas, das jeder wahrscheinlich schon mindestens einmal gedacht hat: Mittlerweile sind Dinge normal, die vor der Krise schwer vorstellbar waren. Das Virus zwingt uns dazu, unseren Alltag neu zu strukturieren und gewohnte Muster zu durchbrechen. So wie der werdende Vater, bei dem wenige Wochen vor der Geburt eine Corona-Infektion festgestellt wird, dessen Frau sich aber wie durch ein Wunder nicht angesteckt hat. Für einige Zeit muss der werdende Vater nun von seiner Familie isoliert leben – doch es hätte natürlich deutlich schlimmer kommen können.

Andere freuen sich bereits darüber, dass sie nach dem Ende ihrer Quarantäne und überstandener Infektion endlich wieder das Haus verlassen dürfen.

Und wodurch wird der Tag gleich noch viel besser? Ob Witz oder nicht – Erfolg bei der Jagd auf die vermeintlich alltäglichsten Produkte gehört für den einen oder die andere in diesen Wochen zu den bemerkenswerten Begebenheiten.

„Habe Klopapier bekommen!“

(männlich, 24)

Und manchen offenbaren sich ganz neue Perspektiven:

Neue Impulse

Die Zeit, die die meisten Menschen nun zu Hause verbringen, will irgendwie gefüllt werden – wer möchte schon den ganzen Tag Netflix schauen? So schildern uns zahlreiche Teilnehmer*innen, wie sie sich neue Beschäftigungen gesucht haben, oder solche wiederentdeckt, die längst vergessen schienen.

Man kann es vielleicht als eine Art Glücksfall bezeichnen, dass der Beginn der Pandemie in Deutschland nicht bereits im tiefsten Winter stattgefunden hat, denn so kann man sich wenigstens im Garten betätigen. Auch Renovierungsarbeiten, für die man vorher einen Handwerker hätte kommen lassen, werden nun selbst erledigt. Viele Menschen haben Freude am Kochen oder Backen gefunden – sei es Brot oder andere Teigwaren.

Die Verlegung von Arbeitsvorgängen ins Homeoffice stellt zahlreiche Menschen und Unternehmen vor Herausforderungen. Doch auch hier gibt es Positives zu berichten:

„Die letzten Wochen waren auf der Arbeit sehr anstrengend. Aber ich habe in dieser Zeit vieles gelernt, das habe ich als sehr positiv empfunden. Richtig toll finde ich es, dass wir als kleines Unternehmen nun noch enger zusammenstehen und alle Kollegen den Betrieb am Laufen halten wollen.“

(männlich, 40)

Das Leben geht weiter

Trotz aller Umstellungen, Einschränkungen und Ausnahmen: Das Leben muss irgendwie weitergehen. Und so schildern uns viele Teilnehmer*innen im Panel auch die kleinen und größeren Glücksfälle, die ihnen ganz unabhängig von der aktuellen Ausnahmesituation widerfahren: Mütter bekommen Babys, Großmütter Enkel, Absolventen ihren Abschluss, Arbeitnehmer eine Gehaltserhöhung, andere eine Steuerrückzahlung. Der Garten wird endlich sommertauglich gemacht – denn die Natur schläft nicht. Im Gegenteil: Sie erwacht überall im Land, und mit ihr die Vorfreude der Menschen auf das Leben nach der Krise.

Über die Studie

Befragungszeitraum: 26. März bis 12. April 2020
Grundgesamtheit: Deutsche Wohnbevölkerung
Stichprobengröße: n = 863
Altersgruppe: 17-79 Jahre
Methode: 
Online-Befragung im geschlossenen, qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool

16. April 2020|Studie|
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