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Mit klarem Geist durch die Krise

Achtsamkeitstrainerin Marte Kamzelas im Interview

Das Prinzip Achtsamkeit: mehr als nur „Digital Detox“. Bild: Lavi Perchi/Unsplash

Seit 2014 unterstützt Marte Kamzelas Unternehmen und ihre Mitarbeiter*innen auf dem Weg zu mehr Konzentration, Resilienz und Kreativität. Ihr Erfolgsrezept: Achtsamkeit. Wo die Grundlagen dieser Technik liegen – und was das Ganze mit der Digitalisierung zu tun hat – erklärt sie uns im Interview.

Marte Kamzelas
Marte Kamzelas
gründete vor fünf Jahren ihr „Corporate Mindfulness Program“ calma in New York. Seitdem ist es ihr Anliegen, der Businesswelt die transformierende Wirkung der Achtsamkeit und der Meditation näherzubringen und den Mitarbeitern zu Ausgeglichenheit und Wohlbefinden zu verhelfen. ⯀

EARSandEYES: Frau Kamzelas, gerade in diesen Wochen stehen viele Menschen durch die Auswirkungen der Corona-Krise unter starkem Druck – im Privaten wie im Beruflichen. Wie kann das Prinzip der Achtsamkeit hier weiterhelfen?

Marte Kamzelas: Wir alle fühlen uns momentan dieser Ausnahmesituation hilflos ausgeliefert. Wenn wir hier jedoch verstehen, dass es an uns liegt, wie wir mit dieser Situation umgehen, sind wir uns unseres Handlungsspielraums bewusst. Wir haben Entscheidungsfreiheit und gewinnen damit unsere Autonomie zurück.

Achtsamkeit zeigt uns die Gegenwart so, wie sie ist. Sie lehrt uns Präsenz. Und genau das ist in diesen ungewohnten und ungewissen Zeiten sehr hilfreich, wo wir nur allzu leicht durch Sorgen und Ängste verunsichert werden. Es ist momentan ungemein wichtig, einen klaren Geist zu bewahren, um gesund und gefestigt durch diese Krise zu navigieren. Genau hierfür liefere ich die passenden Tools. Mein Achtsamkeitstraining besteht aus den Komponenten Bewegung, Atemtechnik und Meditation – alle drei helfen, einen besseren Umgang mit dem Druck zu finden.

Begriffe wie „Achtsamkeit“, „Digital Detox“ oder „Flow“ sind für manche wohl wenig mehr als modische Buzzwords, für andere hingegen Ausdruck einer umfassenden Philosophie. Muss ich mein Leben komplett darauf ausrichten, um davon zu profitieren – oder gibt es auch den „kleinen Flow zwischendurch“?

Man muss nicht Mönch werden, um die Wirkung der Meditation zu spüren. Dafür reicht auch schon eine kurze Übungseinheit (wie mittlerweile wissenschaftlich erwiesen ist). Nicht umsonst heißt mein Programm „24 minutes of calma“ und dauert lediglich kurze 24 Minuten. Allerdings ist das natürlich nur der Beginn. Zumeist vertiefen die Teilnehmer ihr Interesse an den Themen ganz automatisch, sobald sie einen Unterschied in ihrem Alltag feststellen.

Sie sprechen von einem klaren Fokus, den es zu erlangen gelte – wie aber lässt sich das mit einem beruflichen Alltag vereinbaren, der viele Menschen ständig zum Multitasking zwingt?

Einen klaren Fokus zu besitzen und diesen über einen längeren Zeitraum zu wahren, ist genau das, was uns davon abhalten sollte, Multitasking zu betreiben. Denn erwiesenermaßen bringt Multitasking keine Ersparnis. Seine Geisteskraft bewusst einzusetzen, ist da weitaus effizienter und effektiver. Gleichzeitig wesentlich schonender für das mentale Wohlergehen. Probieren Sie es mal aus!

Auch wir haben kürzlich im Rahmen unserer Studie DigitalBarometer Deutschland wieder festgestellt, dass viele Menschen sich von digitaler Technologie und der damit verbundenen Beschleunigung des Arbeitslebens strukturell überfordert fühlen. Was geben Sie diesen Menschen mit auf den Weg?

Es ist ganz wichtig, dass Unternehmen verstehen, dass digitale Technologien den Menschen helfen sollen, ihnen das Arbeiten erleichtern können. Werden sie dadurch jedoch zum Opfer eben dieser, gilt es, ein anderes Verhältnis zu den Technologien zu finden. Das ist sowohl ein individueller als auch ein unternehmerischer (corporate) Prozess.

Achtsamkeit schult Selbstwahrnehmung. Wenn ich merke, was mich belastet und was mich entlastet, kann ich mich entsprechend verhalten – und auch den Umgang mit digitalen Medien/Devices anpassen. Aber es setzt immer die Selbstwahrnehmung voraus. Wann brauche ich eine Pause – und wie gestalte ich diese bestmöglich, was nährt mich und was raubt mir Energie? All das sind Fragen, die es zu klären gilt, und die einem dann zu mehr Wohlergehen verhelfen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie bietet Marte Kamzelas ihr Achtsamkeitsprogramm „the 24 minutes of calma“ Unternehmen weltweit virtuell an und hat mittlerweile Menschen in 24 Ländern auf fünf Kontinenten zu einer bewussteren Krisenbewältigung verholfen. Ihr Angebot gilt momentan auf Spendenbasis. Weitere Informationen auf calma.us.

7. Mai 2020|Interview|
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