Die eigenen Ideen nehmen im Workshop systematisch Gestalt an. Bild: EARSandEYES / Scara (Pixabay); Illustration: waltledesign.de

Am 24. Februar wird es bei EARSandEYES wieder interaktiv: Bereits zum dritten Mal laden Susanne Maisch und Juliane Berek Interessierte ein, im Online-Workshop „Digitales Design Thinking in der Praxis“ erste Hands-on-Erfahrungen mit der systematischen Ideenfindung zu sammeln. Im Kurzinterview erläutern die Innovations-Expertinnen, was die Teilnehmenden erwartet.

Juliane Berek
Juliane Berek
ist seit 2011 bei EARSandEYES und unter anderem verantwortlich für die qualitative Marktforschung.
Susanne Maisch
Susanne Maisch
ist geschäftsführende Gesellschafterin bei EARSandEYES und Expertin für die Ideation-Phase im Innovationsprozess. /

Zum Einstieg was Leichtes: Wie generieren Unternehmen neue und erfolgreiche Produktideen? Worauf kommt es dabei besonders an?

Susanne Maisch: Wir sind überzeugt: Der Weg zum Erfolg führt über einen systematischen Prozess – von der Generierung aussagekräftiger Consumer Insights über Ideen und Konzepte bis hin zum marktreifen Produkt. Insights können dabei aus vielen Quellen stammen, zum Beispiel aus qualitativer und quantitativer Grundlagenforschung – und auch die Beobachtung gesellschaftlicher Trends sowie Marktentwicklungen trägt dazu bei, den Einstellungen und Bedürfnissen der Verbraucher auf die Spur zu kommen.

Eine erste wichtige Weiche in diesem Prozess ist es, dieses im Unternehmen häufig bereits vorhandene Wissen zu bergen, aus diesem „Erkenntnisschatz“ Bedürfnislücken zu formulieren und in Ideen für Produkte oder Dienstleistungen zu überführen. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, um alle Beteiligten entsprechend einzubinden und zu engagieren. Gleichzeitig braucht es ein strukturiertes Umfeld, um dem Prozess eine Form und Richtung zu geben. Genau das leisten wir mit unserem Workshop-Angebot – vor Corona meistens im Präsenzformat, aktuell natürlich vorwiegend digital, was auch viele Vorteile hat.

Wie hat sich seit Corona die Nachfrage nach digitalen Formaten insgesamt entwickelt?

SM: Natürlich ist die Nachfrage gestiegen, denn Präsenzformate sind ja seit geraumer Zeit praktisch unmöglich durchzuführen – der Innovationsdruck hingegen ist nach einer kurzen Phase der Zurückhaltung im vergangenen Jahr so stark wie eh und je, teilweise sogar stärker.

Als Institut mit einer ausgeprägten digitalen Komponente konnten wir zum Glück schnell auf diese Anforderung reagieren und bereits im Frühjahr 2020 den ersten vollständig digitalen Ideation-Workshop mit einem Kunden durchführen.

Zwei Stunden statt zwei Tage: Wie nah ist die Veranstaltung am 24.02. inhaltlich an einem „echten“ Ideation-Workshop?

Juliane Berek: Die Veranstaltung am 24. Februar ist ein Querschnitt durch einen „großen“ Ideation-Workshop, wie wir ihn mit unseren Kunden durchführen. Die Teilnehmer*innen erhalten einen guten ersten Einblick in den Ablauf und die verwendeten Techniken.

Vor allem möchten wir ihnen aber auch das besondere Gefühl vermitteln, das sich einstellt, wenn die eigene Idee zum Leben erweckt wird. Ein Element aus dem „großen“ Workshop, dem wir deshalb ganz bewusst auch hier Raum geben, ist die Visualisierung der Ideen durch eine Illustratorin. Das ist für die Teilnehmer*innen ein echter Aha-Moment.

In der Systematik eines Innovationsprozesses schließt sich hieran wiederum eine Evaluation der vielversprechendsten Ansätze durch die Konsumenten in Form eines quantitativen Screenings an.

Und wie läuft es mit der Technik? Was habt ihr gelernt, wo konntet ihr Abläufe optimieren?

JB: Im realen Setting stellen wir uns natürlich auf die Gegebenheiten beim Kunden ein. Als ein gutes Tool hat sich Microsoft Teams in Kombination mit OneNote bewährt. Andere Plattformen, wie z. B. Mural oder Miro sind natürlich ideal für diese Art von Design-Thinking-Prozessen, aber es gibt unternehmensseitig auch Restriktionen, die wir berücksichtigen müssen. Bei einer Demonstration wie dieser können wir nicht damit rechnen, dass alle Teilnehmer*innen sich im gleichen Ökosystem bewegen.

Deshalb setzen wir in der Demo-Version auf Zoom. Es hat sich gezeigt, dass die meisten damit vertraut sind, die Zugangsschwelle niedrig ist und die Gefahr eines Lock-out somit gering. Einige Funktionalitäten wie beispielsweise separate „Breakout Rooms“, in denen die Teilnehmenden in Kleingruppen an ihren Ideen arbeiten, sind hierbei sehr nützlich.

In der Praxis zeigt sich, dass das Setup bei den Teilnehmer*innen auch variiert – der eine kann keine Dateien empfangen, die andere ihren Bildschirm nicht teilen. Mittlerweile haben wir aber für all diese bekannten Probleme gute Lösungen gefunden. Das ist vielleicht die zentrale Lehre aus unseren bisherigen Workshops: Du brauchst immer einen Plan B.

Auf den Punkt gebracht: Was sind die Key-Takeaways für die Teilnehmenden?

SM: Nach der Veranstaltung werden die Teilnehmer*innen einen guten Eindruck davon haben, welche Methoden bei einem Ideation-Workshop zum Einsatz kommen, welche Art von Vorbereitung für eine erfolgreiche Ideenfindung notwendig ist – und das Wichtigste: Sie haben erfahren, dass die gemeinsame Entwicklung von neuen Ideen ein kreativer Prozess ist, der Spaß macht und regelrecht beflügeln kann.

Es geht uns primär darum, ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie auf Grundlage von Insights frei und offen, aber doch systematisch viele starke Ideen entstehen können. Dabei geben wir den methodischen Rahmen vor, damit die Teilnehmer*innen mögliche Blockaden im Kopf so gut wie möglich ausschalten können.

JB: Nicht zuletzt wollen wir natürlich auch zeigen, wie sich der Ideation-Prozess in den Gesamtzusammenhang der Produktinnovation einfügt und welche Stellschrauben hier bereits den späteren Produkterfolg maßgeblich beeinflussen können.


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