Globuli sind die wohl bekannteste Darreichungsform homöopathischer Mittel. Bild: Bru-nO / Pixabay

Homöopathie gilt vielen als sanfte Alternative zur Schulmedizin, andere sprechen der Praxis jegliche Wirkung ab. Unserer aktuellen, bevölkerungsrepräsentativen Studie zufolge glaubt jede vierte Person in Deutschland an eine medizinische Wirksamkeit von Globuli und Co.

In sozialen Medien und Kommentarthreads im Internet gehört es zu den Themen mit Konfliktpotenzial: Das Für und Wider homöopathischer Behandlungsformen sorgt regelmäßig für erhitzte Gemüter. Dabei scheint ihr der wissenschaftliche Konsens derzeit eine Wirksamkeit über den Placebo-Effekt hinaus weitgehend abzusprechen.

Unabhängig davon geben im Juli 2021 ein Viertel der 1.000 Befragten (24 %) an, die medizinische Wirksamkeit homöopathischer Präparate als hoch einzuschätzen. Von einer allenfalls schwachen oder gar keiner Wirksamkeit gehen dagegen 38 Prozent der Befragten aus – gut die Hälfte davon mit einer klaren Absage an einen therapeutischen Effekt. Die Skepsis gegenüber der Homöopathie ist in der Altersgruppe von 20 bis 39 Jahren am weitesten verbreitet: Hier sprechen ganze 48 Prozent der Homöopathie ihr explizites Misstrauen aus.

Dabei zeigt sich eine deutliche Geschlechterschere: Während 26 Prozent der männlichen Befragten jegliche Wirksamkeit von Homöopathie verneinen, sind sich bei den Frauen lediglich 15 Prozent derart sicher. Entsprechend gehen auch mehr Frauen von einer sehr starken medizinischen Wirksamkeit homöopathischer Präparaten aus – sieben Prozent der befragten Frauen, im Gegensatz zu vier Prozent bei den Männern. Ein gutes Drittel der befragten Personen mag sich nicht festlegen und urteilt unentschieden beziehungsweise indifferent.

Über die Studie

Befragungszeitraum: Juli 2021
Grundgesamtheit: Deutsche Wohnbevölkerung
Stichprobengröße: n = 1.000
Altersgruppe: 16-69 Jahre
Methode: Online-Omnibusbefragung im geschlossenen, qualitätskontrollierten EARSandEYES Accesspool. Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse.