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Jeder Dritte fühlte sich als Bewerber diskriminiert

Hamburg (dpa/tmn), 8. November 2010
Knapp jeder dritte Deutsche (30 Prozent) hat sich als Stellenbewerber schon wegen persönlicher Angaben etwa zu Alter oder Geschlecht benachteiligt gefühlt. Das hat eine repräsentative Umfrage der Marktforscher von Earsandeyes in Hamburg ergeben.

Frauen (31) haben demnach schon häufiger solche Erfahrungen gemacht als Männer (28). Und gut jeder Vierte (26) unter allen Befragten kennt das Problem außerdem von Freunden und Bekannten. An der Umfrage haben 1275 Bundesbürger ab 18 Jahren teilgenommen.

Die Mehrheit der Befragten (62 Prozent) steht daher dem Versuch positiv gegenüber, Bewerbungsverfahren zu anonymisieren. Allerdings glaubt bislang nur eine Minderheit (44), dass dies tatsächlich zu einer gerechteren Auswahl führen kann. Rund die Hälfte (49) ist skeptisch oder glaubt nicht daran, dass sich der Diskriminierung auf diese Weise ein Riegel vorschieben lässt.

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