Intelligenztests: häufig genutzt, selten für sinnvoll gehalten
Hamburg – 15. Februar 2010. Das Angebot an Intelligenztests ist mannigfaltig. So hat der Großteil der Bundesbürger (69%) bereits an solch einem Test teilgenommen. Die Meisten eher für sich selbst (39% im Internet, 20% mit Büchern), jeder Fünfte im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens, jeder Siebte für die Schule. Trotzdem ist kaum jemand (5%) wirklich davon überzeugt, dass wissenschaftliche Intelligenztests auch tatsächlich die Klugheit des Teilnehmers messen. 45% glauben, dass diese Tests nur tendenziell, jeder Zweite sogar, dass sie nichts über den IQ aussagen, sondern nur etwas über die getesteten Bereiche. Dies ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES.
Abhängig vom Einsatzgebiet werden deshalb Intelligenztests als unterschiedlich sinnvoll bewertet. So halten lediglich 6% die Verwendung zur Personalauswahl in Unternehmen für uneingeschränkt sinnvoll, 14% zur Einstufung für das Schulsystem/ Schulreifetest, 21% zur Erfassung geistiger Behinderung. Die Verwendung des Tests zur Erkennung hochbegabter Kinder halten dagegen immerhin 42% für wirklich sinnvoll.
Neben dem IQ gibt es die sog. Emotionale Intelligenz (EQ), d.h. Fähigkeiten im Umgang mit sich und seinen Mitmenschen. Für die meisten Bundesbürger (62%) ist die EQ genauso wichtig im Leben wie Intelligenz, jeder Dritte findet sie sogar noch wichtiger. Befragt wurden 1.182 Männer und Frauen ab 18 Jahren.
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