Homöopathie: Eher etwas fürs schwache Geschlecht?
Hamburg – 22. November 2010. Zwei Drittel der Frauen aber nur die Hälfte der deutschen Männer haben bereits Erfahrung mit homöopathischen Behandlungen oder Mitteln gemacht. So das Ergebnis einer Online-Umfrage des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES.
Frauen sind, wenn nichts anderes hilft, eher dazu bereit diese Therapieform auszuprobieren (♂:63%,♀:72%) und notfalls auch dafür etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wenn sie denn erfolgsversprechend scheint (♂:33%,♀:40%). Denn Frauen glauben deutlich häufiger als ihr männliches Pendant, dass die Wirksamkeit homöopathischer Mittel nicht nur auf Placebo-Effekten beruht (♂:34%,♀:49%).
Daher wird es von vielen (♂:67%,♀:79%) gern gesehen, wenn Ärzte eine Zusatzausbildung in alternativen Heilmethoden haben, denn – und hier sind sich die Geschlechter einig - die Homöopathie kann die Schulmedizin nur ergänzen, nicht jedoch ersetzen (72%). D.h. es gibt sinnvolle Einsatzgebiete wie Allergien (♂:53%,♀:67%), Schlaflosigkeit und Angst (♂:54%,♀:66%). Spätestens bei Krebs und Tumorerkrankungen stößt die Homöopathie jedoch für Männer und Frauen gleichermaßen an ihre Grenzen. Nur jeder sechste Deutsche bewertet hier den Einsatz noch als sinnvoll. An dieser repräsentativen Befragung nahmen 2.239 Bundesbürger ab 18 Jahren teil.
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