"Google Street View": Deutsche sorgen sich um ihre Daten und ihr Eigentum
Hamburg – 14. Juni 2010. Sobald im Internet die Bilder von Deutschlands Straßen und Gebäuden mit Hilfe von “Google Street View“ öffentlich zugänglich sind, will der Großteil (73%) der Bundesbürger nachschauen, ob auch ihr Zuhause zu sehen ist. Allerdings würde es immerhin jeden Dritten doch eher stören, wenn er sein Domizil dort auch tatsächlich wiederfinden würde. So das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES.
Obwohl 61% der Deutschen der Ansicht sind, dass ihnen dieser Online-Dienst durchaus einen gewissen Nutzen bietet, wird er nur von knapp der Hälfte insgesamt als positiv bewertet. Ursache hierfür ist – bei Frauen noch ausgeprägter als bei Männern - die Sorge um die Sicherheit der Daten und des Eigentums. So sind 77% skeptisch, da nicht vorhersehbar ist, was letztendlich mit den Daten noch passiert (♂:73%,♀:82%) und 68% empfinden “Street View“ als optimalen Service für Einbrecher und Diebe (♂:62%,♀:75%). 3 von 4 Deutschen sind deshalb dafür, dass vor der Veröffentlichung der Fotos die Zustimmung der Bürger eingeholt werden sollte (♂:68%,♀:81%). Ein komplettes Verbot scheint allerdings nicht erforderlich zu sein (60%).
Als hilfreich empfinden die meisten Bundesbürger (78%) den Online-Dienst bei der Urlaubsplanung sowie der Wohnungssuche (68%). Jeweils 62% verwenden “Street View“ um zu sehen, wie es in anderen Ländern aussieht und wie ihre Freunde im Ausland hausen. An dieser repräsentativen Befragung nahmen 1.420 Bundesbürger ab 18 Jahren teil.
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