Mangelnde Sorgfalt im E-Mail Verkehr nicht angesagt
Hamburg - November 2009. Netiquette, darunter versteht man gutes Benehmen in der virtuellen Kommunikation. Nach einer aktuellen Online-Umfrage des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES sind dabei die vier wichtigsten einzuhaltenden Regeln: korrekte Rechtschreibung und Grammatik, Angabe eines Betreffs, Anrede sowie abschließende Grußformel. In geschäftlichen E-Mails wird dabei auf sämtliche Formalitäten am meisten geachtet (achte auf nichts hiervon: 2%). Je vertrauter der Adressat jedoch ist, desto laxer wird das Schreiben (achte auf nichts hiervon: 16%).
Die repräsentative Erhebung unter 1.473 Bundesbürgern ab 18 Jahren ergab weiterhin, dass die Netiquette eingehalten wird, da es die Lesbarkeit erhöht und dem Empfänger gegenüber respektvoller ist (jeweils 65%). Zudem möchten viele keinen dummen Eindruck machen (59%) oder schreiben bereits aus Gewohnheit so (58%). Deshalb verwundert es auch nicht, dass den Großteil der Bundesbürger (86%) die Missachtung der Benimmregeln stört. So ärgert es fast jeden Zweiten private E-mails zu erhalten, die komplett in Großbuchstaben verfasst wurden oder voller Rechtschreibfehler (42%) oder Smilies und Emoticons stecken (38%). Allerdings haben jüngere Internetuser deutlich mehr Verständnis dafür, dass die Netiquette etwas leidet, wenn es mal schnell gehen muss (18-29 J.: 63%; 50+: 27%). Mit zunehmendem Alter ist man dagegen der Ansicht, dass es hierbei eigentlich keinen triftigen Grund für Nachlässigkeit gibt (18-29 J.: 23%; 50+: 61%).
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